Vorzeitiger Samenerguss – Tipps, um länger durchzuhalten

 

Tipps gegen frühzeitiges Kommen

Tipps gegen frühzeitiges Kommen

Zu früh gekommen? Das passiert vermutlich fast jedem Mann irgendwann einmal. Problematisch wird es meist erst dann, wenn der Samenerguss regelmäßig früher erfolgt als gewünscht und dadurch Frust oder Druck beim Sex entsteht. Genau dieser Druck kann die Situation zusätzlich verschärfen. Wer beim Sex ständig daran denkt, bloß nicht zu früh zu kommen, kann das Liebesspiel kaum noch entspannt genießen.

Ein vorzeitiger Samenerguss gehört zu den häufigeren sexuellen Problemen bei Männern. Dabei geht es nicht einfach darum, eine bestimmte Anzahl von Minuten durchzuhalten. Viel wichtiger ist die Frage, ob der Mann seine Ejakulation ausreichend kontrollieren kann und ob die Situation für ihn oder die Partnerschaft zur Belastung wird.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mehr Kontrolle über die eigene Erregung zu bekommen. Dazu gehören bestimmte Techniken, Beckenbodentraining und je nach persönlicher Situation auch Hilfsmittel wie Kondome oder Verzögerungsprodukte.

Wann spricht man von einem vorzeitigen Samenerguss?

Beim vorzeitigen Samenerguss, medizinisch Ejaculatio praecox genannt, erfolgt die Ejakulation regelmäßig sehr früh und lässt sich vom Mann kaum kontrollieren. Häufig entsteht dadurch das Gefühl, den Zeitpunkt des Orgasmus nicht selbst bestimmen zu können.

Dabei wird zwischen einer primären und einer sekundären Form unterschieden. Bei der primären Form besteht das Problem bereits seit den ersten sexuellen Erfahrungen. Die sekundäre Form entwickelt sich dagegen erst später, obwohl der Mann zuvor keine entsprechenden Schwierigkeiten hatte.

Die Ursachen können sehr unterschiedlich sein. Körperliche Faktoren kommen ebenso infrage wie Stress, Nervosität, Leistungsdruck oder Probleme innerhalb einer Beziehung. Wer dauerhaft unter einem vorzeitigen Samenerguss leidet, sollte deshalb nicht nur versuchen, irgendwie länger durchzuhalten. Eine ärztliche Abklärung kann helfen, mögliche Ursachen herauszufinden.

Was kann helfen, den Orgasmus hinauszuzögern?

Es gibt verschiedene Wege, mit denen Männer versuchen können, ihre Erregung besser zu kontrollieren. Nicht alles funktioniert bei jedem gleich gut. Manchmal braucht es deshalb ein wenig Zeit, bis man herausgefunden hat, womit man selbst am besten zurechtkommt.

Einige Männer masturbieren beispielsweise vor dem Sex oder verwenden Kondome, durch die sie die Stimulation etwas weniger intensiv wahrnehmen. Andere lernen mit speziellen Übungen, den Punkt kurz vor dem Orgasmus besser zu erkennen und rechtzeitig einen Gang zurückzuschalten.

Besonders bekannt sind die Start-Stopp-Technik und die Squeeze-Technik. Beide setzen bereits vor dem eigentlichen Samenerguss an. Der Mann soll lernen, die zunehmende Erregung früher wahrzunehmen und nicht erst dann zu reagieren, wenn sich die Ejakulation nicht mehr aufhalten lässt.

Die Start-Stopp-Technik

Die Start-Stopp-Technik lässt sich zunächst gut bei der Selbstbefriedigung ausprobieren. Der Penis wird so lange stimuliert, bis die Erregung deutlich zunimmt und sich der Orgasmus ankündigt. Bevor der sogenannte Punkt ohne Wiederkehr erreicht wird, wird die Stimulation unterbrochen.

Sobald die Erregung etwas nachgelassen hat, geht es weiter. Nähert sich der Orgasmus erneut, folgt die nächste Pause. Dieser Ablauf kann während einer Übung mehrmals wiederholt werden. Mit der Zeit kann es dadurch leichter fallen, die eigene Erregung besser einzuschätzen.

Später lässt sich die Technik auch beim Sex einsetzen. Ein kurzer Stopp muss dabei schließlich keine wirkliche Unterbrechung des Liebesspiels sein. Die Pause kann genauso für Küsse, Berührungen, Oralverkehr oder die Stimulation des Partners genutzt werden.

Die Squeeze-Technik

Auch die Squeeze-Technik setzt kurz vor dem Orgasmus an. Sobald der Mann merkt, dass die Ejakulation näher rückt, wird die Stimulation unterbrochen. Anschließend wird der Penis für einige Sekunden mit den Fingern im Bereich unterhalb der Eichel beziehungsweise am Übergang zum Penisschaft zusammengedrückt.

Dadurch kann die Erregung etwas zurückgehen. Dabei geht es allerdings nicht darum, möglichst kräftig zuzudrücken. Schmerzen sollten bei dieser Technik nicht entstehen. Nach einer kurzen Pause kann das Liebesspiel fortgesetzt werden.

Auch die Squeeze-Technik braucht etwas Übung und hilft nicht jedem Mann gleichermaßen. Wer dabei ständig nur noch auf den bevorstehenden Orgasmus achtet, setzt sich womöglich zusätzlich unter Druck. Dann ist wenig gewonnen.

Beckenbodentraining für Männer

Nicht nur Frauen können ihren Beckenboden trainieren. Auch beim Mann spielt die Beckenbodenmuskulatur eine wichtige Rolle und ist unter anderem an Erektion und Ejakulation beteiligt.

Um zunächst ein Gefühl für die entsprechende Muskulatur zu bekommen, kann man sich vorstellen, den Urinstrahl anzuhalten. Genau dabei wird ein Teil der Beckenbodenmuskulatur angespannt. Das tatsächliche regelmäßige Unterbrechen des Urinstrahls eignet sich allerdings nicht als Trainingsmethode.

Trainiert wird stattdessen unabhängig vom Toilettengang. Die entsprechende Muskulatur wird für einige Sekunden angespannt und anschließend wieder bewusst entspannt. Wer regelmäßig übt, bekommt mit der Zeit meist ein besseres Gefühl für seinen Beckenboden. Ob sich dadurch auch die Kontrolle über die Ejakulation verbessert, ist von Mann zu Mann verschieden.

Können Kondome beim längeren Durchhalten helfen?

Ein Kondom kann die direkte Stimulation des Penis etwas reduzieren. Manche Männer empfinden genau das als hilfreich, wenn sie beim Sex sehr schnell zum Orgasmus kommen. Besonders dickere Kondome werden deshalb gelegentlich bewusst verwendet, um etwas weniger zu spüren.

Ob der Unterschied groß genug ist, muss man selbst ausprobieren. Für den einen funktioniert es gut, für den anderen ändert sich kaum etwas. Die eigentliche Schutzfunktion des Kondoms bleibt natürlich bestehen.

Penisringe für eine länger anhaltende Erektion

Ein Penisring wird an der Peniswurzel getragen und verlangsamt dort den Rückfluss des Blutes. Dadurch kann er helfen, eine Erektion länger aufrechtzuerhalten. Einen vorzeitigen Samenerguss verhindert ein Penisring dadurch allerdings nicht automatisch.

Wer ohnehin gerne mit einem Penisring experimentieren möchte, kann ihn natürlich in das Liebesspiel einbeziehen. Wichtig sind die passende Größe und die richtige Anwendung. Der Ring darf weder Schmerzen noch Taubheitsgefühle verursachen und sollte nicht länger getragen werden, als vom Hersteller angegeben.

Verzögerungssprays und Verzögerungsgele

Eine weitere Möglichkeit sind spezielle Verzögerungssprays oder Gele. Sie sollen die Empfindlichkeit des Penis vorübergehend reduzieren und dadurch helfen, den Orgasmus hinauszuzögern.

Wie viel verwendet wird und wie lange das Produkt vor dem Sex einwirken muss, hängt vom jeweiligen Produkt ab. Hier sollte man sich an die Angaben des Herstellers halten. Viel hilft auch bei einem Verzögerungsspray nicht unbedingt viel.

Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass entsprechende Wirkstoffe nicht unbeabsichtigt auf den Partner übertragen werden. Je nach Produkt kann deshalb beispielsweise das Abwaschen vor dem Geschlechtsverkehr oder die Verwendung eines Kondoms vorgesehen sein. Auch hier geben die jeweiligen Anwendungshinweise Auskunft.

Weniger Leistungsdruck kann ebenfalls helfen

Bei allen Techniken und Hilfsmitteln sollte eines nicht vergessen werden: Guter Sex lässt sich nicht an der Anzahl der Minuten bis zum Orgasmus messen. Wer während des gesamten Liebesspiels nur damit beschäftigt ist, möglichst lange durchzuhalten, macht sich selbst unnötig Druck.

Gerade wenn Nervosität oder Leistungsdruck eine Rolle spielen, hilft es manchmal schon, den Geschlechtsverkehr nicht zum Mittelpunkt des gesamten Sex zu machen. Küssen, Streicheln, Oralverkehr und Sexspielzeug bieten schließlich genügend Möglichkeiten, gemeinsam Spaß zu haben. Dann muss auch ein früher Orgasmus nicht automatisch bedeuten, dass das Liebesspiel vorbei ist.

Fazit

Ein vorzeitiger Samenerguss kann für den Mann und auch für die Partnerschaft belastend werden. Es gibt aber verschiedene Möglichkeiten, etwas mehr Kontrolle über die eigene Erregung zu bekommen. Start-Stopp- und Squeeze-Technik, Beckenbodentraining oder eine etwas geringere Stimulation sind Möglichkeiten, die man ausprobieren kann.

Auch Kondome oder spezielle Verzögerungsprodukte können dabei helfen. Wichtig ist vor allem, sich nicht noch zusätzlich unter Druck zu setzen. Sex muss schließlich nicht nach der ersten Ejakulation vorbei sein.

Tritt der vorzeitige Samenerguss regelmäßig auf und wird zur Belastung, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll. Das gilt besonders dann, wenn das Problem plötzlich auftritt, obwohl es vorher nicht bestanden hat.

Sie möchten beim Sex etwas länger durchhalten? In unserem Sortiment finden Sie Verzögerungssprays und Verzögerungsprodukte, die die Empfindlichkeit vorübergehend reduzieren können. Auch Penisringe können das Liebesspiel ergänzen und dabei helfen, eine Erektion länger aufrechtzuerhalten. Schauen Sie in Ruhe, welches Hilfsmittel am besten zu Ihren Wünschen passt.