Als Rimming wird die orale Stimulation des Analbereichs mit Lippen und Zunge bezeichnet. Eine weitere Bezeichnung dafür ist Anilingus. Rund um den Anus befinden sich zahlreiche empfindliche Nervenenden, weshalb sanfte Berührungen dort sehr intensiv wahrgenommen werden können.
Rimming kann unabhängig von Geschlecht und sexueller Orientierung Teil des gemeinsamen Liebesspiels sein. Auch im BDSM- und Fetischbereich kann es eine Rolle spielen. Entscheidend sind wie bei allen sexuellen Praktiken gegenseitiges Einverständnis, Vertrauen und die Frage, was sich für beide angenehm anfühlt.
Beim Rimming treffen Lust und Hygiene unmittelbar aufeinander: Eine gründliche äußere Reinigung sorgt für ein angenehmeres Gefühl, schützt allein aber nicht vor übertragbaren Infektionen. Zusätzlichen Schutz kann ein Lecktuch bieten.
Was macht Rimming so besonders?
Für viele Paare liegt der besondere Reiz in der Empfindlichkeit des Analbereichs und der großen Nähe zum Partner. Hinzu kommt, dass Rimming noch immer als eher ungewöhnliche intime Praktik wahrgenommen wird. Gerade dieser Tabucharakter kann für manche Menschen einen zusätzlichen Reiz ausmachen.
Die Möglichkeiten reichen von sanften Berührungen mit Lippen und Zunge bis zu kreisenden Bewegungen oder leichtem Druck mit der Zungenspitze. Welche Art der Stimulation gefällt, lässt sich am besten langsam und ohne Erwartungsdruck herausfinden.
Hygiene beim Rimming.
Eine gründliche äußere Reinigung vor dem Rimming gehört für viele selbstverständlich dazu. Warmes Wasser reicht dafür in der Regel aus. Wird ein Reinigungsprodukt verwendet, sollte es mild und für den empfindlichen Intimbereich geeignet sein. Starkes Schrubben oder aggressive Seifen können die Haut reizen und sind nicht notwendig.
Auch nach einer gründlichen Reinigung lässt sich das Risiko einer Infektionsübertragung allerdings nicht vollständig ausschließen. Beim direkten Kontakt von Mund und Analbereich können unter anderem bestimmte Bakterien, Viren und Parasiten übertragen werden. Dazu zählen beispielsweise Hepatitis A, Shigellen und Giardien. Auch einige sexuell übertragbare Infektionen können bei oral-analem Kontakt weitergegeben werden.
Kleine Verletzungen oder gereizte Haut können das Infektionsrisiko zusätzlich erhöhen. Bei offenen Stellen, Blutungen, Durchfall oder einer bekannten Infektion sollte deshalb auf Rimming verzichtet werden, bis die Ursache abgeklungen beziehungsweise behandelt ist.
Lecktücher bieten zusätzlichen Schutz beim Rimming.
Wer den direkten Kontakt zwischen Mund und Analbereich vermeiden möchte, kann ein Dental Dam verwenden. Diese dünnen Tücher werden auch als Lecktücher bezeichnet und bilden während des Oralverkehrs eine Barriere.
Das Lecktuch wird flach über den Analbereich gelegt und während der Stimulation an seinem Platz gehalten. Es sollte für jede Person und jeden Körperbereich nur einmal verwendet und anschließend entsorgt werden. Beim Wechsel vom Analbereich zu anderen Intimbereichen sollte eine neue Barriere verwendet werden.
Alternativ lässt sich ein Kondom der Länge nach aufschneiden und zu einer flachen Barriere auffalten. Wichtig ist in jedem Fall, dass die verwendete Schutzbarriere unbeschädigt bleibt.
Wichtig: Eine gründliche Reinigung kann das persönliche Wohlbefinden verbessern, ersetzt aber keinen Schutz vor übertragbaren Infektionen. Ein Lecktuch reduziert den direkten Kontakt zwischen Mund und Analbereich.
In welcher Körperhaltung funktioniert Rimming am besten?
Für die Stimulation des Analbereichs ist eine entspannte Körperhaltung hilfreich. Eine einfache Möglichkeit ist die Rückenlage mit angewinkelten oder leicht angehobenen Beinen. Ein kleines Kissen unter dem Becken kann die Position zusätzlich angenehmer machen.
Eine weitere Möglichkeit ist eine kniende Position, bei der der aktive Partner den Analbereich von hinten erreicht. Auch Facesitting kann eine geeignete Position sein und spielt unter anderem bei dominant-devoten Rollenspielen eine Rolle.
Welche Stellung am besten funktioniert, hängt von Beweglichkeit, Körpergröße und persönlichen Vorlieben ab. Wichtig ist vor allem, dass beide bequem liegen oder sitzen und die Position jederzeit verändert werden kann.
Techniken beim Rimming.
Beim Anilingus gibt es keine Technik, die für jeden Menschen gleichermaßen funktioniert. Ein guter Einstieg sind langsame und sanfte Bewegungen rund um den Anus. Anschließend kann sich die Zunge nach und nach stärker auf den empfindlichen Bereich konzentrieren.
Kreisende Bewegungen lassen sich mit langsamen Zungenbewegungen von oben nach unten oder von einer Seite zur anderen abwechseln. Auch Geschwindigkeit und Druck können variiert werden. Dabei lohnt es sich, auf die Reaktionen des Partners oder der Partnerin zu achten und Bewegungen, die besonders angenehm sind, eine Weile beizubehalten.
Entspannung und Kommunikation sind dabei wichtiger als möglichst viele verschiedene Techniken. Was an einem Tag besonders intensiv empfunden wird, kann sich beim nächsten Mal anders anfühlen.
Anal Toys als Ergänzung zur analen Stimulation.
Wer neben Rimming weitere Formen der analen Stimulation ausprobieren möchte, kann dafür speziell entwickelte Anal Toys verwenden. Analplugs, Analvibratoren und andere dafür vorgesehene Toys bieten unterschiedliche Formen von Druck, Bewegung und Vibration.
Für die anale Verwendung sollten ausschließlich Toys eingesetzt werden, die dafür vorgesehen sind und über ein sicheres, außerhalb des Körpers verbleibendes Ende verfügen. Ausreichend Gleitgel reduziert zusätzlich die Reibung und erleichtert die Verwendung.
Verschiedene Möglichkeiten für die anale Stimulation finden Sie bei unseren Anal Toys.
